Moped-Tour mit der Clipue

Wiehl-Strecke-Text

Aus der Zeit als 50ccm und 3 bis 5PS noch ausreichten.

Die motorisierte Ära begann im Alter von 16 Jahren. Hatte man bis dahin die nähere Umgebung mit dem Fahrrad erkundet so erweiterte sich der Radius der Erkundung mit dem ersten Moped oder Mokick und später mit dem Kleinkraftrad durfte man dann sogar schon auf die Autobahn.

Wer damals eine Kreidler fuhr war mit 6,25PS dann schon der Held.

Die üblichen Marken in der 50ccm Klasse waren Zündapp, Hercules, DKW und Maico.

Einer unserer ersten Touren mit den Mopeds führte unsere Clique damals in Bergische Land zur Geländemeisterschaft zum legendären Waldkurs nach Wiehl.

Unsere kleinen Maschinen waren schwer bepackt mit Zelt, Ausrüstung und Proviant.

Natürlich fehlte auch nicht der obligatorische Werkzeugwickel und die unbedingt notwendige Ersatz-Zündkerze.

Für uns war es als würden wir zu einer Weltreise aufbrechen.

Damals gab es natürlich noch kein GPS oder Handy und das unsere Eltern sich Sorgen machen würden kam uns gar nicht erst in den Sinn.

Im Großraum Köln kannten wir uns natürlich bestens aus aber spätestens ab Bensberg hangelten wir uns mit Hilfe der Karte von Abzweigung zu Abzweigung. Nicht immer klappte die Navigation auf Anhieb uns der ein oder andere Streckenabschnitt musste wieder zurückgefahren werden.


Den kleinen Ort Loope, der an der Strecke lag, kannten wir noch aus der gemeinsamen Volksschulzeit.

Dort ging es damals für eine Woche mit der Schule ins Schullandheim hin.

Es wurden Erinnerungen gewckt an so manchen Streich der damals ausgeheckt wurde.

Am späten Nachmittag trafen wir, nach vielen Orientierungs- und Zigarettenpausen, auf einem kleinen Campingplatz in der Nähe der Geländestrecke ein und richteten unser Zelt und Nachtlager ein und dann wurde der Spirituskocher angeheizt. 

Warme Würstchen, Brot und Senf. Ein klassisches 3 Gänge Menü für Biker, obwohl wir damals ja noch schlicht und einfach Mopedfahrer hießen und für ein Wochenende einmal "Easy Rider" sein durften.

Mit Vorfreude und voller Spannung ging es zur Geländestrecke.

Das dumpfe Getosse der großvolumigen Einzylinder Motoren begrüßte uns und wir waren wie elektrisiert.

Nicht nur die Teilnehmer hatten "richtige Motorräder" sondern auch auf dem Parklatz standen die Motorräder in Reih und Glied. Insgesamt Fahrzeuge von denen wir noch mindestens zwei Jahre und jedemenge Taschengeld weit entfernt waren. Ganz kleinlaut stellten wir unsere kleinen Mopeds in der hintersten Ecke ab.


Dann hielt uns nichts mehr auf, ab an die Rennstrecke und den wilden Kerlen bei ihrem atemberaubenden Wettkampf zuschauen.

Da es ein trockener Sommer war und die Fahrstrecke somit aus trockenem Boden bestand, war es ein verdammt staubiges Vergnügen. Der Veranstalter versuchte für den nächsten Tag die s.g. "Morgentau-Aktion" mit der der trockene Boden angefeuchtet werden sollte.
Der Wettkampf hatte uns voll in seinen Bann gezogen, besonders die Gespannenfahrer fuhren wie die Teufel.Wir rieben uns die Augen und das nicht nur wegen der extrem staubigen Veranstaltung.

Eine Erkungsreise mit Freunden in den unbekannten ...
Kleine Eifel-Tour
 

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Dienstag, 20. April 2021

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